Furo:re

Seit 15 Jahren arbeiten ALMA spielerisch mit ihrem traditionellen Erbe und positionieren sich klar für Vielfalt. Sie stellen sich als Band und als Menschen bewusst gegen populistische Vereinfachungen und gegen die zunehmende Tendenz, Menschen und Kulturen gegeneinander auszuspielen. Tradition ist bei ALMA kein Vorwand für Aus- oder Abgrenzung, sondern eine künstlerische, lebendige und verbindende Ressource.

Alle 5 Mitglieder von ALMA hatten das Privileg, mit einem großen Schatz an kulturellem Kapital ausgestattet worden zu sein. Allesamt in musikalischen Haushalten aufgewachsen, haben sie schon früh ihre Scheuklappen abgelegt und versucht, sich stets weiterzuentwickeln – damit Tradition eben nicht als Abgrenzung, sondern als Anknüpfung zu Anderen gelebt wird. 

 

In ALMAs Musik wird aber nicht nur die Auseinandersetzung mit der Tradition und gesellschaftlichen Themen erlebbar gemacht, sondern auch deren Transfer in die Gegenwart und die Gesellschaft hinein. Behutsam, mit archäologischem Fingerspitzengefühl widmen sich die fünf Musiker:innen allem, was ihnen lieb und teuer erscheint, und das ist einerseits die Musik, und andererseits ihr Publikum. Traditionelle Musik erreicht Menschen über alle Alters- und Gesellschaftsschichten hinweg, und genau in dieser heterogenen Zusammensetzung liegt eine große Chance. Nämlich in den Zwischentönen, sowohl, wenn die Musiker:innen Kontext zu ihren Stücken geben oder Stellung beziehen, als auch in Momenten der kollektiven Stille. 

15 Jahre ALMA bedeuten gemeinsames Wachsen, menschlich wie künstlerisch, Zuhören, Verbinden und Weitergehen. Unermüdlich weiterarbeiten an der Klangsprache, die ALMA so unverwechselbar macht. Wenn Menschen aufeinander treffen, die allesamt Wurzeln und Flügel haben, dann kann im Moment etwas völlig Neues entstehen, das trotzdem so vertraut klingt, dass man sich gerne genau dahineinlegen möchte. 

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